30 Jahre deutsche Ausgabe METW - ein persönlicher Rückblick
Posted: Sat Oct 24, 2026 9:49 am
30 Jahre ist es nun her, dass die deutsche Ausgabe von METW erstmals verkauft wurde. Aus diesem Anlass ein persönlicher Rückblick auf den Beginn meiner Sammel- und Spielleidenschaft.
1995 war ich im Herbst bei einem Besuch der Spielemesse erstmals auf den bevorstehenden Start von Mittelerde aufmerksam geworden. Hier hatte ich einen 4seitiges englisches Werbeblatt (s.u., vermutlich am Stand von ICE) entdeckt, auf dem das Spiel angekündigt wurde. Den Herrn der Ringe hatte ich vor wenigen Jahren mit Begeisterung gelesen und als spielfreudiger Mensch hatte der Flyer dann auch gleich mein Interesse geweckt. Die verschiedenen Kartenarten und das tolle Artwork wirkten sehr vielversprechend. Wie würde wohl dieses Spiel funktionieren?
In den folgenden Monaten waren geleegntliche Besuche bei verschiedenen Fantasy-Shops zwischen Duisburg und Essen erstmal erfolglos. Diese Läden mit einem Schwerpunkt auf Fantasy- und Rollenspiele waren damals noch in jeder größeren Stadt zu finden und mangels Internet die erste Anlaufstelle für entsprechende Suchanfragen. Ich weiß nicht mehr, ob Ende 1995 die englische Ausgabe noch nicht oder schon nicht mehr verfügbar war. An einer englischen Ausgabe war ich aber zu der Zeit auch nicht interessiert, dafür war mein Englisch noch nicht so gut und für das Spiel mit anderen Leuten war eine deutsche Version definitiv vorzuziehen. Möglicherweise war die deutsche Version bereits angekündigt und es damit nur eine Frage der Zeit, wann sie erscheinen würde.
Im März 1996 habe ich dann meine ersten deutschen METW-Karten gefunden. Im "Spiel & Fantasy" (eine kleine Fantasyshop-Kette damals) in Essen gab es Starter für etwa etwa 24 DM und Booster für 7,60. Als Clubmitglied im Laden (Jahresmitgliedschaft für irgendwas um die 20-30 DM) gab es darauf dann noch 10 % Rabatt. Ich bin gleich Clubmitglied geworden. Der Verkäufer entlarvte auch gleich die Verkaufsidee des Spiels, das Sammelinteresse der Spieler anzufixen, indem er die verschiedenen Seltenheitsstufen der Karten erklärte. Der Eine Ring sei außerdem eine "ultra-seltene" Karte. Das hat mich nicht abgeschreckt. An dem Tag gingen 2 Starter und 4 Booster mit nach Hause. Mit etwa 75 DM war das ein hoher Preis, der das wöchentlichen "Einkommen" zu der Zeit deutlich überstieg. Der Eine Ring war natürlich nicht unter den Karten, aber Appetit auf mehr war geweckt
Das war der Start in eine nun über 30-jährige Spiel (und noch mehr) Sammelleidenschaft: In den ersten Monaten war es für mich noch schwierig, Mitspieler zu finden. Ich hatte einige Fantasy- (und auch HdR-)Fans im Freundeskreise, aber darunter war niemand so richtig motiviert. Meine ersten Partien machte ich im Spiel&Fantasy Duisburg, in dem einer der Verkäufer selber das Spiel ganz gut fand und sich in Zeiten mit wenigen Kunden zu mir an den Spieltisch setzte. Mangelnde Spielerfahrung hielten mich nicht davon ab, im Oktober 1996 auf der Spielemesse an der von Queens veranstalteten Deutschen Meisterschaft teilzunehmen. Das Spiel war zwar schon einige Monate im Handel, aber die meisten Teilnehmer (30-40 glaube ich) hatten viele relevante Spielprinzipien noch nicht ganz durchdrungen. So konnte ich mit einem (für heutige Verhältnisse) unterdurchschnittlichen Deck noch den 9. Platz belegen und stolz eine entsprechende Urkunde in Empfang nehmen. Meine heldenhaften Taten werden noch heute besungen
Außer der Urkunde (und nennenswerten Preisen für die Plätze 1-3: den Zwergenring und Druckbögen) gab es im Anschluss an das Turnier noch eine Sonderkarte: Erstmals wurde hier die Promo Taschendieb verteilt, die allen Teilnehmern noch vor Ort von Jo Hartwig, der auch für Queen arbeitete, signiert wurde.
1995 war ich im Herbst bei einem Besuch der Spielemesse erstmals auf den bevorstehenden Start von Mittelerde aufmerksam geworden. Hier hatte ich einen 4seitiges englisches Werbeblatt (s.u., vermutlich am Stand von ICE) entdeckt, auf dem das Spiel angekündigt wurde. Den Herrn der Ringe hatte ich vor wenigen Jahren mit Begeisterung gelesen und als spielfreudiger Mensch hatte der Flyer dann auch gleich mein Interesse geweckt. Die verschiedenen Kartenarten und das tolle Artwork wirkten sehr vielversprechend. Wie würde wohl dieses Spiel funktionieren?
In den folgenden Monaten waren geleegntliche Besuche bei verschiedenen Fantasy-Shops zwischen Duisburg und Essen erstmal erfolglos. Diese Läden mit einem Schwerpunkt auf Fantasy- und Rollenspiele waren damals noch in jeder größeren Stadt zu finden und mangels Internet die erste Anlaufstelle für entsprechende Suchanfragen. Ich weiß nicht mehr, ob Ende 1995 die englische Ausgabe noch nicht oder schon nicht mehr verfügbar war. An einer englischen Ausgabe war ich aber zu der Zeit auch nicht interessiert, dafür war mein Englisch noch nicht so gut und für das Spiel mit anderen Leuten war eine deutsche Version definitiv vorzuziehen. Möglicherweise war die deutsche Version bereits angekündigt und es damit nur eine Frage der Zeit, wann sie erscheinen würde.
Im März 1996 habe ich dann meine ersten deutschen METW-Karten gefunden. Im "Spiel & Fantasy" (eine kleine Fantasyshop-Kette damals) in Essen gab es Starter für etwa etwa 24 DM und Booster für 7,60. Als Clubmitglied im Laden (Jahresmitgliedschaft für irgendwas um die 20-30 DM) gab es darauf dann noch 10 % Rabatt. Ich bin gleich Clubmitglied geworden. Der Verkäufer entlarvte auch gleich die Verkaufsidee des Spiels, das Sammelinteresse der Spieler anzufixen, indem er die verschiedenen Seltenheitsstufen der Karten erklärte. Der Eine Ring sei außerdem eine "ultra-seltene" Karte. Das hat mich nicht abgeschreckt. An dem Tag gingen 2 Starter und 4 Booster mit nach Hause. Mit etwa 75 DM war das ein hoher Preis, der das wöchentlichen "Einkommen" zu der Zeit deutlich überstieg. Der Eine Ring war natürlich nicht unter den Karten, aber Appetit auf mehr war geweckt
Das war der Start in eine nun über 30-jährige Spiel (und noch mehr) Sammelleidenschaft: In den ersten Monaten war es für mich noch schwierig, Mitspieler zu finden. Ich hatte einige Fantasy- (und auch HdR-)Fans im Freundeskreise, aber darunter war niemand so richtig motiviert. Meine ersten Partien machte ich im Spiel&Fantasy Duisburg, in dem einer der Verkäufer selber das Spiel ganz gut fand und sich in Zeiten mit wenigen Kunden zu mir an den Spieltisch setzte. Mangelnde Spielerfahrung hielten mich nicht davon ab, im Oktober 1996 auf der Spielemesse an der von Queens veranstalteten Deutschen Meisterschaft teilzunehmen. Das Spiel war zwar schon einige Monate im Handel, aber die meisten Teilnehmer (30-40 glaube ich) hatten viele relevante Spielprinzipien noch nicht ganz durchdrungen. So konnte ich mit einem (für heutige Verhältnisse) unterdurchschnittlichen Deck noch den 9. Platz belegen und stolz eine entsprechende Urkunde in Empfang nehmen. Meine heldenhaften Taten werden noch heute besungen